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Aktuelles: Archiv

Bild Frau im Rollstuhl im Gespräch mit Unterstützerin

Diversen Medien zu Folge gibt es Überlegungen zu einem weiteren Covid-19 Bonus des Bundes. 

Grundsätzlich benötigt es aus Sicht der argeSODiT tiefgehende strukturelle Veränderungen in den Bereichen Pflege, Behindertenarbeit, Soziales und Gesundheit und eine generelle Aufwertung der Arbeitsfelder. Nur so wird es in Zukunft möglich sein Mitarbeiter_innen zu gewinnen, zu halten und eine qualitative Begleitung zu gewährleisten.

Die Covid-19 Bonuszahlungen können notwendige Reformen nicht ersetzen, im Sinne unserer Mitarbeiter_innen begrüßen wir diese aber als kleinen Schritt in Richtung Wahrnehmung und Anerkennung ihrer Tätigkeiten.

Bei der letzten Bonuszahlung wurden jedoch viele Mitarbeiter_innen der Behindertenhilfe nicht berücksichtigt. Damit dies - sollte es zu einer weiteren Zahlung kommen - nicht wieder geschieht, hat sich die argeSODiT erneut in einem Offenen Brief an das Sozialministerium gewandt und ihre Forderung nach fairen Auszahlungskriterien eingebracht.

pdfOffener Brief Covid-19 Bonuszahlung Bund 2022

Wir sind inklusiv 2022 24

Besonderes Engagement und vorbildliche Weiterentwicklung als Arbeitgeber von Menschen mit Behinderungen - dafür steht die Auszeichnung "Wir sind inklusiv" des Sozialministeriumsservice.

21 Tiroler Unternehmen, öffentliche Institutionen und soziale Dienstleister durften sich heuer über die Auszeichnungsverlängerung freuen, die am 22.2.2022 verliehen wurde. Sie alle haben Inklusion zum Bestandteil ihrer Unternehmenskultur gemacht und zeigen auf, wie gewinnbringend Vielfalt für alle sein kann.

Seit der Einführung des Gütesiegels 2015 konnten 89 Unternehmen aus allen Tiroler Bezirken ausgezeichnet werden. Die argeSODiT freut sich, die Auszeichnung als Kooperationspartnerin unterstützen zu dürfen.

Unternehmen, die Fragen rund um die Beschäftigung von Menschen mit Behinderungen haben, können das kostenlose Beratungs- und Unterstützungsangebot des NEBA Betriebsservice nützen. Ob Fragen zu Arbeitsplatzgestaltung, Fördermöglichkeiten, CSR-Strategie oder Personal-Recruting - das Angebot steht Unternehmen und Organisationen jeder Größe und Branche offen.

Wir sind inklusiv - Unternehmen 2022-24 (pdf)

Die argeSODiT trauert um Ellen Mayr-Vons, die am 9. Jänner 2022 im Alter von 81 Jahren verstorben ist.

Kerze im Lichtermeer

Über Jahrzehnte hinweg engagierte sich Ellen Mayr-Vons in Tirol für Menschen mit Behinderungen und setzte sich für ein selbstbestimmtes und inklusives Leben ein. Sie war Mitbegründerin der Lebenshilfe Innsbruck-Land Ost, der Eule, des Vereins TAfIE und weiterer Projekte.

Als langjährige Obfrau der Autistenhilfe Tirol war sie seit 2013 in der argeSODiT aktiv.

Wir werden sie als unermüdlich Kämpferin mit großem Herz und einem visionären Blick in Erinnerung behalten, die vieles Erreichen konnte. Ihr Engagement zur Verbesserung der Situation von Menschen mit Behinderungen in Tirol wird weiterwirken.

Geschenk mit leerem Kartenanhänger

Covid-19 Bonuszahlung des Bundes schließt allein in Tirol hunderte Mitarbeiter_innen der Behindertenhilfe ungerechtfertigt aus.

Seit Beginn der Pandemie gehören Menschen mit Behinderungen und ihre Unterstützungssysteme zu den besonders geforderten und zugleich oft vergessenen Gruppen. Die Covid-19 Bonuszahlung des Bundes für Pflegepersonal, von der hunderte engagierte Mitarbeiter_innen der Tiroler Behindertenhilfe ausgeschlossen sind, ist dafür das jüngste Beispiel: Es fehlt in Politik und Verwaltung an Bewusstsein für die Spezifika und Vielfalt der Behindertenarbeit. Und auch dafür, dass unsere Mitarbeiter_innen systemrelevante und sehr fordernde Leistungen erbringen.

Als Dachverband ist es uns daher ein Anliegen, klar Stellung für unsere über 3.500 Mitarbeitenden zu beziehen. In einem Offenen Brief an Bundesminister Wolfgang Mückstein, LH Günther Platter, LRin Gabriele Fischer und Abteilungsvorständin für Soziales Kathrin Eberle haben wir unsere Kritik zum Ausdruck gebracht und plädieren für eine faire Lösungen im Sinne unserer Mitarbeitenden.

pdfOffener Brief der argeSODiT zu Covid-19 Bonuszahlungen des Bundes

Die Zusammenarbeit zwischen Nutzer_innenvertretung, Abteilung Soziales und Dienstleistungsanbietern transparent und verbindlich zu gestalten, ist eines der Ziele des Tiroler Transparenzprozesses. Gemeinsam wurden Gremien, Vorgehensweisen und Abläufe benannt und beschrieben, die nun als "Geschäftsordnungen und Prozessbeschreibungen der Behindertenhilfe des Landes Tirols" vorliegen. Die jeweils aktuelleste Version ist öffentlich auf der Website des Landes zugänglich.

Die Beschlüsse der Gremien sollen - so sie unmittelbar Auswirkung auf das Teilhabegesetz, dessen Verordnungen oder Richtlinien haben – gesammelt und in der Regel einmal pro Jahr in diese eingearbeitet werden.

So soll eine partizipative, nachvollziehbare und kontinuierliche Weiterentwicklung des Bereichs sichergestellt werden.

Die im Raum stehenden Schließungen der Therapiezentren Die Eule (Verein Lebenshilfe) und forKIDS (Diakoniewerk) nehmen wir als Dachverband mit großem Bedauern zur Kenntnis. Die enge Zusammenarbeit der verschiedenen Disziplinen rund um das Kind und die Einbeziehung klinisch-psychologischer Behandlung betrachten wir als klaren Mehrwert der Zentren.

Im Sinne der unterstützten Kinder, Familien und aller Mitarbeiter_innen appellieren wir, ein etwaiges neues Angebot rasch zu konkretisieren, die bisherigen Leistungserbringer_innen bestmöglich einzubinden und einen guten Übergang zu gewährleisten. 

Folgende Stellungnahmen hat die argeSODiT diesbezüglich an die Österreichische Gesundeitskasse und Landesrätin Gabriele Fischer übermittelt:

Stellungnahme Integrierte Versorgung an die ÖGK

Stellungnahme Integrierte Versorgung an LRin Gabriele Fischer

Interreg Projekt Broschuere 03 21 final 01

Humorvoll bringt ein Studienteilnehmer die Schwierigkeiten auf den Punkt, mit denen Menschen mit Behinderungen in der Grenzregion Bayern - Tirol zu kämpfen haben. Verschiedene rechtliche Rahmenbedingungen, Förderrichtlinie oder fehlende Infrastruktur erschweren den Zugang zu passenden und räumlich nahegelegenen Angeboten.

Das EU-geförderte Projekt "Sozialraumorientierte und inklusive Teilhabe von Menschen mit Beeinträchtigung in der Grenzregion Bayern – Tirol" hat diese Thematik aufgegriffen. Aus Interviews mit betroffenen Personen, Expert_innen aus verschiedenen Bereichen und einer juristischen Analyse haben Wissenschaftler_innen des MCI Handlungsfelder und Empfehlungen für mehr Teilhabe abgeleitet. Unterstützt wurden sie dabei von der Diakonie Rosenheim. Die argeSODiT konnte ihre Expertise im Projektbeirat und in Interviews einbringen.

Ergebnisse INTERREG-Projekt: Teilhabe im Sozialraum Bayern - Tirol

Gruppenbild mit Minister Anschober, Landesrätin Fischer, Christine Riegler und Cornelia Atalar (Tiroler Monitoringausschuss), Ludwig Plangger und Kristin Vavtar (argeSODiT), Heike Moroder und Andrea Hopfgartner (Nutzer_innenvertretung)

argeSODiT trifft BM Anschober im Rahmen der Dialogtour

"Es war ein Gespräch auf Augenhöhe, geprägt von Respekt und Verständnis für die Anliegen aller Teilnehmenden," fasst argeSODiT-Obmann Ludwig Plangger das Treffen zusammen.

Am 5. September 2020 luden BM Rudolf Anschober und LRin Gabriele Fischer Vertreter_innen der Nutzer_innenvertretung, des Monitoringausschusses und der argeSODiT zu einem Arbeitsgespräch. Gesprochen wurde über aktuelle Entwicklungen im Bereich Menschen mit Behinderungen, das Thema Pflege sowie die Corona-Krise und ihre speziellen Herausforderungen für Personen mit Unterstützungsbedarf und ihre Angehörigen.

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