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Aktuelles

Viele Erfolge und noch einiges an Arbeit.

So lautet die Bilanz nach 10 Jahren Transparenzprozess in der Tiroler Behindertenhilfe. Bei der Plenumssitzung am 5. Juli 2022 tauschten sich Vertreter_innen der Nutzerinnen- und der Angehörigenvertretung, Politik und Landesverwaltung sowie Dienstleister_innen über bisherige Erfolge und den aktuellen Stand aus.

Zentrale Errungenschaften des Transparenzprozesses sind unter anderem die gemeinsame Festlegung von Leistungsbeschreibungen, Qualitätsstandards und eines Normkostenmodells. Diese stellen eine qualitätsvolle Begleitung von Menschen mit Behinderungen und psychischen Beeinträchtigungen und gleiche Tarife für gleiche Leistung sicher. Zudem wurde mit der Einführung partizipativer Strukturen wie der Nutzer_innenvertretung und dem Teilhabebeirat eine breite und standardisierte Beteiligung verankert, die einen Dialog auf Augenhöhe sichert.

Viel hat sich in den letzten 10 Jahren im gesamten Selbstverständnis der Behindertenarbeit und in der Zusammenarbeit aller Beteiligten zum Positiven entwickelt. Zugleich warten mit dem im Tiroler Teilhabegesetz verankerten Bedarfs- und Entwicklungsplan, der Evaluierung der Normkosten und dem steigenden Personalmangel bereits neue Herausforderungen.

Foto Plenum Behindertenhilfe 5. Juli 2022

Im Bild v. l.: Susanne Fuchs und Oliver Gruber (Abteilung Soziales), Ludwig Plangger (Obmann argeSODiT), LRin Gabriele Fischer, Veronika Mair (stv. Obfrau argeSODiT), Heike Moroder (Vorsitzende Nutzerinnenvertretung) und Karl Medwed (Obmann Angehörigenvertretung).

Judita Tamosiunaite pexels

Am 21. Juni wurde von der Landesregierung das Tiroler Pflegepaket vorgestellt, das die Pflegereform der Bundesregierung verstärken soll. Als argeSODiT begrüßen wir diese dringend notwendigen Schritte von Land und Bund zur Aufwertung und Attraktivierung des Arbeitsfeldes. Äußerst problematisch ist dabei jedoch, dass der große Bereich der Behindertenarbeit in die Reformmaßnahmen nicht einbezogen wurde. Der bereits jetzt bestehende Fachkräftemangel in der Begleitung von Menschen mit Behinderungen wird sich damit weiter verschlechtern - mit dramatischen Auswirkungen auf unsere Klient_innen.

Die argeSODiT hat sich daher in einem Offenen Brief an die Bundesregierung und die Tiroler Landesregierung gewandt, mit der Forderung auch andere in der Behindertenarbeit tätige Professionen gleichwertig in die Reformmaßnahmen aufzunehmen.

Pflegereform: Offener Brief an BM Rauch

Tiroler Pflegepaket: Offener Brief an Tiroler Landesregierung

Die Lebenshilfe Tirol setzt in der Begleitung von ukrainischen Kindern mit und ohne Behinderungen auf Empowerment, Selbstbestimmtung und Teilhabe. Die Mitglieder der argeSODiT unterstützen sie dabei.

„Es braucht viele“, darin sind sich Ludwig Plangger, Obmann der argeSODiT und Georg Willeit, Geschäftsführer der Lebenshilfe Tirol, einig. „Damit Inklusion gelingt braucht es die Expertise vieler, die Zusammenarbeit auf Augenhöhe und zu den schönen Worten konkrete Taten. Diese Erfahrung machen wir in der alltäglichen Begleitung von Menschen mit Behinderungen im Bereich Arbeit, Wohnen oder in der Mobilen Begleitung – aber auch jetzt aktuell in Stift Fiecht, wo wir ukrainische Kinder mit und ohne Behinderungen und ihre Mütter bzw. Begleitpersonen seit fünf Wochen begleiten“, so Georg Willeit weiter.

Im Vorfeld des Internationalen Tages der Inklusion am 5. Mai bedankt er sich bei der argeSODiT und deren Mitglieder.

Wer ist die argeSODiT? Was macht sie? Wer sind die Mitglieder? Antworten finden Sie in unserer Broschüre.

Titelseite Folder 01
argeSODiT Folder 2021

Gerne senden wir Ihnen Exemplare zu! Anfragen bitte an unser Generalsekretariat unter Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!